Aktuelles

Du bist zwischen 16 und 18 Jahre alt und bereit, dein Führungspotenzial zu entfalten? Wir suchen motivierte junge Menschen aus der Ukraine, Polen und Deutschland für einen unvergesslichen siebentägigen internationalen Jugendaustausch in der Stiftung Kreisau für europäische Verständigung – einem historischen Ort des europäischen Dialogs und der Versöhnung. Das Projekt ist Teil des Netzwerkprojekts „LIKHTAR / Ліхтар“.


Was dich erwartet


Sieben Tage lang triffst du im Herzen Polens Gleichaltrige aus drei Ländern, stellst dich neuen Herausforderungen und entdeckst, was es wirklich bedeutet, zu führen. Das Programm umfasst:

Ein neues Gesicht der Erinnerung, Dialog und Bildung in der Stiftung Kreisau

Nach drei Jahren intensiver Renovierungs-, Restaurierungs- und Vorbereitungsarbeiten für eine völlig neue Raumgestaltung haben wir erneut die Türen eines besonderen Ortes geöffnet – des Berghauses. Die Feierlichkeiten zur Einweihung dieses neuen Kapitels in der Geschichte der Stiftung fanden am 2. und 3. Juni 2026 statt.

Wir hatten die Ehre, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie und kommunaler Selbstverwaltung aus Polen und Deutschland zu empfangen. 

Unter den Gästen befanden sich unter anderem Jan Tombiński – Botschafter der Republik Polen in Berlin, Knut Abraham – Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit , sowie Paweł Gancarz – Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien. Ein besonderer Ehrengast war Helmuth Caspar Graf von Moltke, Sohn von Helmuth James und Freya von Moltke.

Ein Ort, der verpflichtet

Das Berghaus, abseits des Hauptkomplexes von Schloss und Gutshof in Kreisau/Krzyżowa gelegen, ist ein Ort von außergewöhnlicher historischer und symbolischer Bedeutung. In den Jahren 1928–1945 war es das Familienhaus von Helmuth James und Freya von Moltke. Genau hier fanden während des Zweiten Weltkriegs drei entscheidende Beratungen des Kreisauer Kreises statt – einer der bedeutendsten deutschen Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus, die eine Vision eines demokratischen Europas auf Grundlage christlicher und sozialer Werte nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches entwickelte.

„Das Berghaus war seit seiner feierlichen Eröffnung im Jahr 1998 in Anwesenheit von Ministerpräsident Jerzy Buzek und Bundeskanzler Helmut Kohl ein Ort der Begegnung und Reflexion über zentrale Themen unserer Stiftung: Zivilcourage, bürgerschaftliches Engagement sowie die Kraft des deutsch-polnischen und europäischen Dialogs. Nach drei Jahren Modernisierungsarbeiten freuen wir uns sehr, diesen Raum den Besucherinnen und Besuchern erneut zugänglich zu machen“, betonen die Vorstandsmitglieder der Stiftung Kreisau: Dorota Krajdocha und Dr. habil. Robert Żurek.

Der deutsch-polnische Gesprächskreis der Kopernikus-Gruppe traf sich zu seiner

siebenundvierzigsten Sitzung vom 19. bis 21. März 2026 in Stettin. Auf der Grundlage der dort geführten Diskussionen ist das vorliegende Papier entstanden.

 Prof. Dr. Peter Oliver Loew; Dr. hab. Robert Żurek; Darmstadt, Krzyżowa 26. Mai 2026

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 Arbeitspapier XXXVII der Kopernikus-Gruppe

Der deutsch-polnische Grenzraum: Gemeinsam Resilienz stärken

Der deutsch-polnische Grenzraum ist beispielhaft für eine sehr fortgeschrittene grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa. Innerhalb der letzten drei Jahrzehnte ist es gelungen, ein dichtes Netz institutioneller, gesellschaftlicher und operativer Verbindungen aufzubauen, die bei allen Herausforderungen (Pandemie, Kriege, vorübergehende Grenzkontrollen) auf vielen Gebieten zuverlässig und stabil sind. Insbesondere hervorzuheben sind:

Am 10. Mai 2026 lädt das IBZ St. Marienthal gemeinsam mit der Stiftung Kreisau zum St. Marienthaler Frühlings- und Marienfest an der Neiße ein. Das Fest verbindet Begegnung, Kultur, Natur, Musik und gemeinsames Gestalten im deutsch-polnischen Grenzraum. Im Mittelpunkt stehen der Marienmonat Mai, der Frühling als Zeichen für Neubeginn sowie die Frage, wie gute Nachbarschaft zwischen Menschen aus Sachsen und Polen weiter wachsen kann.

Von 11 bis 17 Uhr findet auf dem Klostergelände ein polnisch-deutscher Genussmarkt statt. Regionale Händler/-innen präsentieren Produkte und Handwerk aus der Grenzregion. Offene Mitmachstationen laden zu Gesprächen, zum Gestalten und zur Kreativität ein. Auch Familien sind herzlich willkommen. So wird es während der Veranstaltung eine Kinderanimation mit einfachen zweisprachigen Elementen geben.

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