Aktuelles

Vom 15. bis zum 19. Juni 2026 trafen sich die langjährigen Partnerschulen aus Wrocław (Lotnicze Zakłady Naukowe) und Berlin (Freie Sekundarschule Peppermont) erneut zum Austausch in Kreisau. Insgesamt reisten 24 Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrkräften an, um sich unter dem Motto “History that moves” gegenseitig kennenzulernen und über historische und aktuelle Fragen auszutauschen. 

Zu Beginn des Austauschprogramms ermöglichten verschiedene Integrations- und Sprachanimationsaktivitäten wie “Mission 21” ein näheres Kennenlernen zwischen den Teilnehmenden. Sehr bald entstand eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, in der die Jugendlichen ihre Ideen einbringen und aufeinander zugehen konnten. So haben sie ihre Freizeit gerne gemeinsam beim Volleyball- und Fußballspielen, mit Hide and Seek, Party und Disco verbracht und in Form eines Open-Space-Nachmittags in einem festgelegten Zeitrahmen ihre eigenen Vorschläge umgesetzt. Zur Integration trugen auch die Abendaktivitäten bei, wie der Austausch von Leckereien am Willkommensabend, gemeinsames Tanzen und Feiern oder das gemeinsame Abendessen am Lagerfeuer.  

Am Donnerstag war Workshop-Tag: Während des historischen Workshops konnten die Teilnehmenden in der Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg durch ein Experiment mit einer Sitzbank die Diskriminierungspolitik und -ideologie während des Dritten Reichs nachempfinden und mithilfe von Allports “Hasspyramide” den stufenweise Ausschluss der jüdischen Bevölkerung bis hin zum Völkermord nachvollziehen. In internationalen Kleingruppen reflektierten die Jugendlichen anschließend über ihnen bekannte Situationen von Diskriminierung, mögliche Lösungsansätze und visualisierten diese in Form von Comics oder Videos. 

Vom 18. bis 22. Mai 2026 fand in Kreisau ein deutsch-polnischer Jugendaustausch zwischen Berufsschulen aus Rydzyna und Guben statt. Das Projekt war berufsbezogen und praxisorientiert – sein Ziel war es, die sozialen und beruflichen Kompetenzen der Jugendlichen durch gemeinsame Workshops, Teamarbeit sowie das Kennenlernen handwerklicher Berufe und Traditionen zu fördern.


Das Austauschprogramm basierte in erster Linie auf der aktiven Beteiligung der Jugendlichen. Die Teilnehmer nahmen an Integrationsspielen und Sprachanimationen teil, die sich als einer der am besten bewerteten Bestandteile des Projekts erwiesen. Dank dieser Aktivitäten konnten die Jugendlichen sprachliche Barrieren schnell überwinden und trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede Beziehungen aufbauen.

Ein wesentliches Element des Projekts waren praktische Workshops rund um handwerkliche und manuelle Tätigkeiten. Die Jugendlichen nahmen unter anderem an Gartenworkshops teil, bei denen sie Pflegearbeiten im ökologischen Garten in Kreisau ausführten. Ein besonderer Moment war die Anbringung von Keramikschildern im Garten, die von derselben Teilnehmergruppe während des letztjährigen Austauschs angefertigt worden waren.

Korruptionsvorwürfe, Konflikte, Verhandlungen, geschlossene Allianzen, gemeinsam getroffene Entscheidungen – das ist nur ein Teil des spannenden Simulationsspiels „Welcome to Krapowa“. Während mehrerer Workshops schlüpften die Teilnehmenden in die Rolle von Bewohnenden einer fiktiven Stadt, die sich verschiedenen Herausforderungen stellen musste. Dadurch lernten die Jugendlichen Zusammenarbeit, Verantwortungsbewusstsein und wie demokratische Prozesse in der Praxis funktionieren.

Vom 13. bis 18. April fand in Kreisau ein Austausch von 24 Schülerinnen und Schülern aus Partnerschulen aus Sandomierz und Emmendingen statt. Es handelte sich um einen Gegenbesuch – die Teilnehmenden kannten sich bereits von einem früheren Austausch, sodass von Anfang an eine lockere und offene Atmosphäre herrschte. Das Programm konzentrierte sich darauf, sich gegenseitig kennenzulernen, in internationalen Teams zu arbeiten und soziale Kompetenzen zu entwickeln.

Vom 22. bis 27. März 2026 fand in Kreisau erneut eine erfolgreiche Schülerbegegnung statt – ein weiteres Highlight der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Heinrich-von-Zügel-Gymnasium in Murrhardt und der Gesamtschule in Rabka-Zdrój. Obwohl die Teilnehmerzahl in diesem Jahr etwas geringer ausfiel als im Vorjahr, war die Begegnung ein voller Erfolg: Die kleinere Gruppe förderte die Integration und schuf schnell eine Atmosphäre der Neugier und Freude am gemeinsamen Miteinander.

22 Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren nutzten die sechs Tage, um sich kennenzulernen, kulturelle und sprachliche Grenzen zu überwinden und gemeinsam die Geschichte der internationalen Begegnungsstätte sowie die deutsch-polnische Versöhnung zu erkunden.

IJBS

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