„Außergewöhnliche Niederschlesierinnen” – so lautet der Titel einer Ausstellung, die von dem Verein Niederschlesischer Frauenkongress (SDKK) gemeinsam mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Breslau anlässlich des 100. Jahrestages der Einführung des Frauenwahlrechts in Polen veranstaltet wurde.
Die Exposition stellt sechzehn einzigartige Frauen vor, die in Niederschlesien zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aktiv waren, darunter Freya von Moltke, Edith Stein, die hl. Hedwig, Wanda Rutkiewicz und Anna German.
Die Ausstellung wurde in polnischer Sprache konzipiert und kann in der ersten Etage des Schlosses in Kreisau besichtigt werden.
Weiterlesen: Ausstellung „Außergewöhnliche Niederschlesierinnen” – Kreisau, 10.-30.06.2019
Die Stiftung Kreisau lud zusammen mit der Konrad Adenauer Stiftung in Polen, der Vertretung der Europäischen Kommission in Polen, der Kreisau Initiative e.V., dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit zur Konferenz „Herausforderung Dialog“ ein.
Im Juni 1989 führte eine Konferenz unterschiedliche Menschen aus Polen, beiden Teilen Deutschlands, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten von Amerika in Breslau zusammen. Eingeladen hatte der Klub der katholischen Intelligenz in Breslau, der Titel der Veranstaltung lautete „Christ in der Gesellschaft“.
Themen der Konferenz waren Opposition und Widerstand, Jugend- und Erwachsenenbildung, angewandtes Christentum und Demokratie. Ganz konkret ging es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aber auch um die Rettung der Gutsanlage in Kreisau, wo sich während des Zweiten Weltkriegs der Kreisauer Kreis getroffen hatte. In Kreisau sollte der sichtbare Verfall aufgehalten und die Anlage in einen Ort der Begegnung verwandelt werden.
Aus Anlass des 30. Jahrestages dieser Begegnung, die von Teilnehmenden als einschneidende und begeisternde Erfahrung beschrieben wurde und die der Geburtsmoment der heutigen Stiftung Kreisau ist, luden wir zu einer Konferenz nach Kreisau ein.
Im Rahmen des Projekts „Erinnerungsdenkmäler 1918-2018”, das von der Stiftung Kreisau an Schulen in Polen, Tschechien, der Slowakei und Rumänien koordiniert wird, werden Veranstaltungen zu ausgewählten Aspekten der Geschichtspolitik sowie zu der Art und Weise, wie Gesellschaften der Geschichte ihrer Nation gedenken, durchgeführt.
Bei den Workshops machen sich Schüler mit den Ideen, die dem Vorhaben „Erinnerungsdenkmäler 1918-2018” zugrunde lagen, sowie mit Methoden zur Erstellung von Beschriftungen für Denkmäler vertraut. Anschließend untersuchen sie selbständig – angeleitet von einem Geschichtslehrer – nicht nur die Entstehungsumstände der von sich ausgesuchten Objekte, sondern vor allem, wie diese im Bewusstsein der lokalen Gesellschaft funktionieren.
Schulen, die daran interessiert sind, sich dem Projekt anzuschließen, oder sich mit den Instrumenten, die bei der Projektumsetzung zum Einsatz kommen, vertraut zu machen, können Kontakt mit dem Projektkoordinator, Dr. Tomasz Skonieczny, aufnehmen (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
Hinter uns liegt das letzte Schulungstreffen von Grundschul- und Vorschullehrerinnen aus Świdnica/Schweidnitz, die seit Januar an dem Projekt „Unsere gemeinsame Welt – Globales Lernen mit Kindern“ teilgenommen haben.
Diesmal schlüpften die Teilnehmerinnen in die Rolle von Leiterinnen und stellten dabei ihren Trainerinnen die von sich erstellten Unterrichtsentwürfe vor. Die Möglichkeit der Präsentation und der gemeinsamen Auswertung eigener Ideen bildete das letzte Element der Schulung in Kreisau. Nach deren Beendigung werden die Lehrerinnen – ausgestattet mit Wissen, Methoden und Materialien – sukzessiv ihre Kinderveranstaltungen in ihren Einrichtungen bereichern können. Wie erfolgreich die neuen Methoden angewandt werden, darüber werden sich die Teilnehmerinnen mit uns in rund zwei Wochen bei einem eintägigen Evaluationstreffen austauschen können.
Das Projekt wird im Rahmen eines Programms der polnischen Entwicklungszusammenarbeit des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen 2018 gefördert.
Weiterlesen: „Unsere gemeinsame Welt – Globales Lernen mit Kindern“ (Impressionen)