Eine Reihe von Online-Workshops "Kreisau lädt Euch ein, kreativ zu werden". Darüber, warum wir auf Kreativität setzen.

Liubov Shynder, Agnieszka Duduś, IJBS Kreisau

Das Online-Projekt der Kunst- und Umweltbildung "Kreisau lädt Euch ein, kreativ zu werden" entstand in Zeiten der Pandemie, als wir von verschiedenen Begegnungsformen in Kreisau und dem gemeinsamen Schaffen abgeschnitten wurden. Unser Bedürfniss ist es, den Kontakt mit Jugendlichen und LehrerInnen aufrechtzuerhalten.

Ziel des Projekts ist, den Ansatz der Internationalen Jugendbegegnungsstätte zur künstlerischen Bildung durch Videomaterialien zu präsentieren, die sich jeder in seiner Freizeit anschauen kann und die, Schritt für Schritt, vier verschiedene künstlerische Methoden vorstellen, die Elemente des Upcyclings kombinieren und so zeigen, wie man Kunst im Einklang mit dem Umweltschutz schaffen kann. 

Digitale Ethik. Wie verstehen das junge Menschen?

Charlotte, IJBS Kreisau

Ein Jugendaustausch zum Thema digitale Ethik brachte 30 Jugendliche aus Olkusz und Gräfelfing im virtuellen Raum zusammen! Zwischen den fast 30 Bildschirmen wurde ein gemeinsamer Denkraum geschaffen, in dem Verbindungen wuchsen. Während der 4 Projekttage reflektierten die Jugendlichen ihr eigenes Medienverhalten, analysierten den Zusammenhang zwischen Bedürfnissen und der Nutzung von sozialen Medien und Apps. Sie diskutierten und benannten klar die antidemokratischen Tendenzen im Internet und lernten das Konzept des "Counter Speech" kennen. Darüber hinaus wurden Handlungsoptionen entwickelt, welche die Jugendlichen als digitale Bürger*innen stärken! Die online Jugendbegegnung wurde mit Projekten abgeschlossen, die die Jugendlichen in bilateralen Teams selbst entwickelten. Eines dieser Projekte ist der nachfolgende Artikel, den wir gerne mit Euch teilen möchten.

Vergangenheit spannend erzählen
Dr. Tomasz  Skonieczny

Unlängst habe ich an einem Film gearbeitet, mit dem Werbung für Bildungsmaterialien zur Geschichte – wie könnte es denn auch anders sein – gemacht werden sollte. Eine der an den Aufzeichnungen Beteiligten sagte spaßeshalber in die Kamera: „Wir, Geschichtslehrer, wissen, dass Geschichte spannend ist. Jetzt müssen nur die Schüler davon überzeugt werden”. Nun gut, das war kein Witz. Lehrer nehmen dies gerade sehr ernst. Und mir gaben die Worte viel zu denken, berührten sie doch ein Problem, mit dem sich jede Person auseinandersetzen muss, die seriös an die Arbeit mit der Schuljugend im Rahmen der historischen und zivilgesellschaftlichen Bildung herangeht (Der zweite Aspekt ist hier besonders wichtig, denn denken wir bitte daran, dass wir Vergangenheit nicht vermitteln, um hobbymäßig Wissen anzusammeln, sondern mit dem Gedanken, dass dieses Wissen uns etwas lehren und uns womöglich dabei helfen soll, alte Fehler nicht zu wiederholen.).

Anti-Rassismus in der internationalen Jugendarbeit
Ich erkenne mein weißes Privileg: I Understand That I Will Never Understand. But I Stand.*

Charlotte, Pädagogische Mitarbeiterin in der IJBS Kreisau

I understand that I will never understand. But I stand. Dass ich nicht immer und immer wieder mit Frage konfrontiert werde “Woher kommst Du”? Dass ich niemals die einzige Person in einem Zug oder Bus sein werde, die ihren Ausweis zeigen muss. Dass ich niemals durch den strukturellen Rassismus und den Alltagsrassismus zurückgehalten und verletzt werde. Dass mir niemals Dienstleistungen, Arbeit oder Wohnungen wegen meiner Hautfarbe verweigert werden. Dass ich wegen meiner Hautfarbe nie Kämpfe und Hindernisse im Leben ertragen muss. I understand that I will never understand, but I stand.

Als sich die Bilder des brutalen Polizeieinsatzes gegen George Floyd in der ganzen Welt verbreiteten und die Menschen begannen auf den Straßen zu demonstrieren, stand auch die IJBS Kreisau vor der Frage, ob und wie wir dazu Stellung nehmen wollen, denn Antirassismus ist für uns eine selbstverständliche Grundlage unserer pädagogischen Arbeit: Es gibt keine Neutralität gegenüber rassistischen und rechtsextremen Positionen, und ganz klar darf der Rahmen der Menschenrechtskonvention nicht überschritten werden.

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