Das Berghaus in Kreisau ist ein Ort von großer historischer und symbolischer Bedeutung. Das Gebäude, abseits des Hauptkomplexes von Schloss und Gutshof gelegen, war über Jahre hinweg ein eher privater Raum der Familie von Moltke. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es zum Treffpunkt der Mitglieder des Kreisauer Kreises – einer der wichtigsten deutschen Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus.

Heute ist das Berghaus das Herz der Erinnerungs- und Bildungsarbeit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung. Hier finden Führungen, Begegnungen sowie Programme für Jugendliche und erwachsene Teilnehmende historischer und zivilgesellschaftlicher Projekte statt.

Die im Berghaus betriebene historische Bildungsarbeit konzentriert sich nicht nur auf die Geschichte des Kreisauer Kreises, sondern beschäftigt sich auch mit der Wahrnehmung und Interpretation dieser Geschichte heute. Einen besonderen Platz nimmt dabei die Auseinandersetzung mit der  dramatischen Geschichte des Zweiten Weltkriegs sowie den Begriffen Widerstand und Widerstandsbewegung ein, die in Polen und Deutschland unterschiedlich genutzt werden.

Das Berghaus ist zudem ein wichtiger Ort der Erzählung über den deutsch-polnischen Dialog von unten, der unter den Bedingungen des Kalten Krieges begonnen unter anderem zur Gründung der Stiftung Kreisau führte.

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